Silvester

Wie du deine Neujahrsvorsätze umsetzt

So startest du 2019 voll durch

Mehr Sport, weniger rauchen oder mehr Zeit mit der Familie verbringen – ungefähr zwei Drittel der Deutschen starten mit Vorsätzen ins neue Jahr. Wir erklären, warum Vorsätze, wie oben formuliert, meistens scheitern und wie du deine Ziele wirklich erreichst.

Gesünder essen, mehr Sport und mehr Zeit für sich – die Klassiker

Bevor wir dir verraten, wie du deine Ziele für 2019 wirklich erreichen kannst, werfen wir einen Blick auf typische Neujahrsvorsätze. Wir haben uns im Schloss umgehört und unsere Shop-Mitarbeiter gefragt, was sie sich 2019 vornehmen. Hier eine Auswahl:

„Mehr Sport, weniger Arbeit, mehr entspannen und keine Arbeit mit nach Hause nehmen. Die Klassiker eben.“
Frau Klaeske Flying Tiger Copenhagen
„Ich bin da klassisch: Schön studieren, neue Leute kennenlernen, Reisen, gesünder ernähren (wobei das hier schwierig wird) und weniger Müll produzieren.“
Mayra Violas’
„Ich würde 2019 gerne früher ins Bett gehen.“
Frau Behrit Flying Tiger Copenhagen

Gesünder essen ist ein beliebter Vorsatz. Obst und Gemüse in Bio-Qualität gibt’s bei Bio Company.

Wie geht es richtig?

Die Vorsätze, die hier geäußert wurden, sind typisch. Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass 53 Prozent der Deutschen im neuen Jahr mehr Sport treiben wollen, 48 Prozent hätten gerne mehr Zeit für sich, während sich 47 Prozent im neuen Jahr gesünder ernähren wollen. Wer seine Vorsätze so formuliert, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern, denn sie sind schlicht zu vage. Ein kleiner Ausflug ins Projektmanagement zeigt, wie Vorsätze aussehen sollten – denn höhere Erfolgschancen hat derjenige, der seine Vorsätze SMART formuliert:

- S für Spezifisch: Je konkreter der Vorsatz, desto eher lässt er sich umsetzen

- M für Messbar: Drei oder zehn Kilo abnehmen? Dein Vorsatz sollte sich messen lassen

- A für Akzeptiert: Ziele sollen DICH ansprechen. Wer nur andere glücklich machen will, wird scheitern

- R für Realisierbar: Setze dir realistische Ziele. Sportmuffel laufen in zwei Monaten keinen Marathon.

- T für Terminiert: Bis wann willst du deinen Vorsatz erreichen? Macht eine Aufteilung auf mehrere Etappen Sinn?

Mehr Sport ist Spitzenreiter unter den Vorsätzen. Die Formulierung ist allerdings zu vage.

Gut geplant ist halb geschafft

Nehmen wir den Klassiker, nämlich Spitzenreiter „mehr Sport treiben“. Bei genauerer Betrachtung wird kaum einer der genannten Punkte erfüllt. Der Vorsatz ist zu ungenau, lässt sich schlecht messen und ist nicht terminiert. Scheitern und die damit einhergehenden Frustration ist quasi vorprogrammiert. Doch wie geht es richtig? Stattdessen könntest du dir vornehmen, zwei mal die Woche joggen zu gehen und dabei wahlweise die Strecke oder Zeit zu messen. So hast du nicht nur ein präzises Ziel – die Sportart ist definiert und der Erfolg kontrollierbar. Wer seine Leistung überwacht, wird schnell Fortschritte bemerken, was sich wiederum auf die Motivation auswirkt. Wer seinen Vorsatz zusätzlich terminiert, hat sogar noch höhere Erfolgschancen. Du kannst dir zum Beispiel vornehmen, innerhalb von drei Monaten zehn Kilometer in einer Stunde zu laufen. Vorsicht allerdings bei zu hochgesteckten Zielen – sind deine Vorsätze utopisch, sind sie nicht mehr realisierbar. Die Folge: Frustration und eher weniger Sport. Frau Barow, von Fitness First Women, ist der Vorsatz gut bekannt. Doch was rät die Frau vom Fach?

„Um die gesetzten Ziele für das neue Jahr stetig zu verfolgen und zu erreichen, ist es wichtig Kontinuität in den Trainingseinheiten zu haben. Man erreicht sein Ziel eher, wenn man ein Jahr lang fest zweimal in der Woche zum Training geht (ohne Ausnahmen), als wenn man in den ersten zwei Monaten an jedem zweiten Tag kommt und dann feststellt, wie inkompatibel der Aufwand mit dem Alltag ist. Wir glauben an den Erfolg jedes Einzelnen.“
Julia Barow Fitness First Women

Auch Herr Lange von Intersport Olympia hat eine Empfehlung für alle, die 2019 mehr Sport treiben möchten

„Wenn sich jemand vornimmt 2019 mehr Sport zu treiben, würde ich zum Laufen raten. Das erfordert keine großen technischen Kenntnisse und geht überall. Dazu braucht man lediglich die richtigen Schuhe. Um den passenden Schuh zu finden, müssen wir allerdings die Fußstellung kennen. Dafür machen wir auf dem Laufband einen kleinen Test. Das ersetzt natürlich keinen Orthopäden, aber eine Fehlstellung kann man meist erkennen. Bei einer Fehlstellung ist nämlich ein gestützter Schuh wichtig, damit sich der Fuß nicht noch verschlimmert.“
Herr Lange Intersport Olympia

Mehr Wasser trinken ist ebenfalls ein beliebter Vorsatz. Leichter geht’s mit einer schönen Karaffe von WMF und frischem Obst.

Etappenziele einplanen

Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Ebensowenig lassen sich große Ziele über Nacht realisieren. Wer große Projekte allerdings in überschaubare Abschnitte zerlegt und sich mit kleinen Belohnungen Anreize zum Durchhalten setzt, wird seine Ziele deutlich eher erreichen. Dabei hilft es, sowohl das Gesamtziel, als auch Etappen schriftlich festzuhalten. Ist die erste Hürde gemeistert, solltest du dich belohnen – das schafft Anreize zum Durchhalten. Wer sich vornimmt, zweimal wöchentlich zu joggen, kann sich nach einem Monat mit einem neuen Laufaccessoire wie einer Armhalterung fürs Handy belohnen. Wer sich vornimmt jeden Abend frisch zu Kochen, motiviert sich mit einem neuen Messer oder einem tollen Küchengerät.

Viele Raucher möchten ihr Laster zum Jahreswechsel loswerden. Die passende Literatur gibt’s bei Thalia.

Durststrecken durchhalten

Niemand sagt, dass es leicht wird. Wer sich viel vornimmt, wird über kurz oder lang Phasen erleben, in denen die Motivation fehlt und man sich regelrecht zum Durchhalten zwingen muss. Gerade in diesen Phasen ist es wichtig, an seinen Vorsätzen festzuhalten. Gerade während Durststrecken lohnt es, sich seine Motivation und die schon erreichten Etappenziele wieder vor Augen zu rufen. Dafür hast du schließlich alles aufgeschrieben. Wer wirklich aus eigener Motivation handelt wird auch diese Phasen überstehen. Wer mit seinen Vorsätzen lediglich andere zufrieden stellen will, hat schlechte Karten.

Schlank ins neue Jahr? Die Heilpflanzenkur von Reformhaus Vitalia kann helfen.

Vorsicht bei diesen Zielen

Vorsätze, deren Gelingen nicht nur von dir selbst abhängt, sind gefährlich. Wer zum Beispiel im nächsten Jahr befördert werden möchte, hat das nicht unbedingt selbst in der Hand. Auch Faktoren wie Unternehmenssituation, Verhältnis zum Vorgesetzten und das Verhalten der Kollegen spielt eine Rolle. Auch sogenannte „nicht-mehr-Ziele“, wie nicht mehr Rauchen oder Naschen, sind schwierig. Häufig handelt es sich dabei um Angewohnheiten, daher sollte zuerst ergründet werden, woher diese Angewohnheit kommt. Nur so findest du den richtigen Hebelpunkt, um langfristige Veränderungen herbeizuführen. Da „nicht-mehr-Ziele“ schwierig umzusetzen sind, solltest du dir zudem überlegen, was du stattdessen tust. Statt Süßes zu essen, könntest du auch einen Kaugummi kauen oder Tee kochen. Klingt simpel, erhöht aber die Erfolgsquote. Alternativ kannst du es natürlich wie Frau Hoffmann halten und dir vornehmen, nichts vorzunehmen:

„Vorsätze stressen einen doch nur.“
Frau Hoffmann Street One

Wir wünschen all unseren Besuchern einen guten Rutsch und viel Durchhaltevermögen im nächsten Jahr!

20.12.2018

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