Feiern

Oktoberfest

München meets Berlin

Das Oktoberfest ist deutscher Exportschlager. Während das größte Volksfest der Welt vom 21. September bis zum 6. Oktober traditionell auf der Münchener Theresienwiese gefeiert wird, feiern Fans von Massbier, Haxen und Hendl auch abseits der bayerischen Landeshauptstadt. Wir erklären, was die Bayern da überhaupt feiern, was alles dazugehört und wo sich auch in Berlin zu Schlager und Blaskapelle schunkeln lässt.

Der Ursprung des größten Volksfest der Welt geht auf eine Hochzeit zurück. Heute feiert man eher die bayerische Gemütlichkeit.

Was feiern die Bayern da eigentlich?

Der Ursprung des Oktoberfests geht auf eine Hochzeit zurück. Als der bayerische Kronprinz Ludwig I. Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen am 12. Oktober 1810 das Ja-Wort gab, wurde in ganz Bayern gefeiert. Die größte Party – ein Pferderennen auf der Theresienwiese – gilt heute als Geburtsstunde des Oktoberfests. In den Jahren darauf wuchs das Volksfest weiter. Wo damals Schaukeln, Kegelbahnen und das erste Karussell standen, begeistern heute Fahrgeschäfte, Festzelte und Essensstände die Besucher.

Mehr als sechs Millionen Besucher kommen jedes Jahr auf die Münchener Theresienwiese. Auch in Berlin gibt es schon lange Ableger des Volksfests.

Das Oktoberfest in Zahlen

Während des Oktoberfests gilt für 16 Tage Ausnahmezustand in München. Dafür sorgen mehr als sechs Millionen Besucher aus aller Welt, die sich in den riesigen Festzelten ein spezielles Festbier aus Masskrügen schmecken lassen, typisch bayerische Spezialitäten genießen oder über den Rummel schlendern. Insgesamt wurden auf dem Oktoberfest 2018 7,9 Millionen Mass Bier ausgeschenkt, 130 Ochsen gebraten und es wurde in in 16 Festzelten ausgelassen gefeiert. Traditionell werden die Wiesn vom Münchner Oberbürgermeister mit dem Anzapfen und dem dazugehörigen Ausruf „O‘ zapft is!“ eröffnet.

Wer die Bayern nicht versteht, sollte vielleicht mehr Festbier trinken – dann funktioniert auch die Völkerverständigung

Bayrisch für Berliner

Wer es ernst meint (oder sich einen Spaß erlauben möchte), glänzt auf dem Oktoberfest mit bayerischem Dialekt. Wir haben die gängigsten Sprüche übersetzt:

„Servus beinand“ oder „Griaß God“ - Hallo Zusammen, bzw. Grüß Gott

„Oans, zwoa, g’suffa!“ - Eins, zwei, gesoffen! (Trinkspruch)

„A Hendl, a Brezn und an Obatzdn“ - Ein Hähnchen, eine Brezel und etwas Obazda (eine kräftige bayerische Käsezubereitung).

„No a Mass, biddscheen“ - Noch eine Mass Bier, bitte.

„Wo is’ns Haisl?“ - Wo ist denn die Toilette?

„Mogst a Busserl?“ - Möchtest du einen Kuss?

„Liaba an Bauch vom saufa, ois an Buckl vom arbatn.“ - Lieber einen Bauch vom Trinken, als einen Buckel vom Arbeiten. (Sprichwort)

Die süße Oktoberfest-Kollektion von Bijou Brigitte macht den Wiesn-Look komplett

Die Tracht

Dirndl und Lederhosen gehören zum Oktoberfest wie Hendl und Bier. Egal ob Berlin, Kanada, China oder eben München – wo das Bier in Masskrüge fließt, wird Tracht getragen. Für die Herren bedeutet das Hemd, Lederhose, Trachtenstrümpfe und Haferlschuhe. Bei den Damen wird es komplizierter, denn zum Wiesn-Look gehören nicht nur Kleid, Dirndlbluse und Schürze, sondern auch Schuhe, die richtige Frisur und die passenden Accessoires. Vorsicht ist übrigens bei der Schleife der Dirndlschürze geboten. Sitzt die Schleife links, signalisiert die Trägerin, dass sie Single ist. Ist die Schleife rechts gebunden, ist die Dame vergeben.

Zwischen den Mass ist immer Platz für eine Brezn. Ob klassisch, mit Malz, mit Käse oder Kürbiskernen – eine große Auswahl gibt‘s bei unserem Ditsch.

Wiesn-Schmankerl für dahoam

Oktoberfest heißt nicht nur Schunkeln und Feiern, sondern auch gut Essen und Trinken. Eins muss man den Bayern – allen Horsten zu Trotz – nämlich lassen: Ein Händchen für gutes Bier und deftige Mahlzeiten haben sie. Wir aber auch! Eine große Auswahl an Bier und gut sortierte Frischfleischtheken gibt es bei unserem REWE und Bio Company, erlesene Feinkost und Spezialitäten findest bei unserem Lindner. Und für alle, die sich ein bisschen Oktoberfest nach Hause holen möchten, haben wir hier noch ein einfaches Rezept für DIE bayerische Käse-Kreation – Obadza. Du brauchst:

- 2 Camembert (á 250 g)

- 60 g Butter

- 2 Zwiebeln

- gemahlener Kümmel

- Paprikapulver (edelsüß)

- Salz und Pfeffer

Butter, Camembert und eine Zwiebel würfeln, vermischen und mit den Gewürzen abschmecken. Die übrigen Zwiebeln in Ringe schneiden und als Garnitur verwenden. Typischerweise reicht man dazu Laugenbrezeln und Radieschen. An Guadn!

München meets Berlin – Oktoberfest in der Hauptstadt

Genug geredet – jetzt wird gefeiert! Oder auf Bayrisch: „Oans, zwoa, g’suffa!“ Wo das in Berlin geht, verraten wir hier:

Berliner Oktoberfest am Kurt-Schumacher-Damm

Vom 20. September bis zum 13. Oktober findet auf dem Festplatz am Kurt-Schumacher-Damm das größte Oktoberfest Berlins statt. Für echtes Wiesn-Feeling sorgen das mehr als 1.500 Quadratmeter große, original Paulaner-Festzelt mit Blaskapelle und bayerischen Spezialitäten.

Spreewiesn-Oktoberfest

Zünftig wie München, ausgefallen wie Berlin! Ob „Gaywiesn“, „After-Work-Wiesn“ oder „Die wilden Wiesn“ – hoch her geht es vom 14. September bis zum 26. Oktober am Postbahnhof. Auf dem Programm steht alles, was man auch in München so findet, gepaart mit einem extra Schuss Berliner Lässigkeit. Eine Tischreservierung ist empfohlen.

Oktoberfest an der Zitadelle Spandau

Der offizielle Name des Spandauer Oktoberfestes lautet: „Berlin-Brandenburger Wies‘n“. Damit zeigt Spandau wie es nicht geht, denn den Apostroph in „Wies‘n“ wird man in Bayern vergeblich suchen. Wenigstens passt der Rest: Vom 27. September bis zum 26. Oktober können Fans Freitags und Samstags auf mehr als 2.000 Plätzen zu einer original Oktoberfest-Band schunkeln und Münchener Löwenbräu-Bier genießen.

Oktoberfest auf dem Alexanderplatz

Auch am Alexanderplatz wird gefeiert – und zwar vom 20. September bis zum 6. Oktober. Auch hier gilt: „Ein Prosit der Gemütlichkeit!“ Ausgeschenkt wird Original Paulaner-Bier, serviert werden bayerische Schmankerl und jeden Abend wird das schönste Dirndl prämiert. Prost!

19.09.2019

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