Food

Herbstküche

5 kreative Gerichte für graue Tage

Früher war der Herbst die Jahreszeit der Schlemmerei. Die Ernten waren eingebracht, die Vorratskammern gut gefüllt und nicht nur Tiere mussten sich Winterspeck zulegen, um über die dunklen Monate zu kommen. Heutzutage ist das zum Glück nicht mehr nötig. Wir sind es gewohnt, ganzjährig alles einkaufen zu können. Dennoch hat der Herbst auch heute noch kulinarisch viel zu bieten. Wir stellen das Beste aus der saisonalen Küche vor.

Nicht nur Äpfel sind im Herbst erntefrisch. Viele Obst- und Gemüsesorten stammen direkt von regionalen Bauern.

Obst & Gemüse – das bietet die Natur im Herbst

Im September und Oktober ist die Auswahl an regionalem Obst und Gemüse besonders groß. Ob erntefrische Äpfel und Birnen, leckere Pilze, heimischer Kürbis, Kohl, Zwetschgen, Quitten oder Wurzelgemüse – der Gabentisch der Natur ist reich gedeckt. Grund genug, um es sich in der Küche gemütlich zu machen und sich den Herbst auf den Teller zu holen. Wir stellen die besten Rezepte für graue Herbsttage vor:

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Selleriecremesuppe mit karamellisierten Maronen

Sellerie wird schon seit Jahrhunderten im europäischen Raum als Nutz- und Heilpflanze verwendet und auch Maronen (Esskastanien) wachsen in unseren Breitengraden. Und Hand aufs Herz, Kürbissuppe haben wir so langsam satt. Darum hier ein herbstliches Rezept – ganz ohne Kürbis!

Für 4 Personen:

- 450 g Knollensellerie

- 300 g Staudensellerie

- 1 Zwiebel

- 300 g Kartoffeln

- 2 EL + 1 TL Butter

- 800 ml Gemüsebrühe

- Salz

- Pfeffer zum Abschmecken

- Muskatnuss zum Abschmecken

- 200 g vorgegarte Maronen

- 1 TL Zucker

- 100 g Schlagsahne

1. Knollensellerie schälen, waschen und in Stücke schneiden. Staudensellerie waschen und in dünne Scheiben schneiden. Einen kleinen Teil der Selleriescheiben sowie Blätter für die Garnitur beiseite legen.

2. Zwiebel schälen und würfeln. Kartoffeln schälen, waschen und in Stücke schneiden.

3. 2 EL Butter in einem großen Topf erhitzen. Sellerie, Kartoffeln und Zwiebeln darin unter Rühren bei schwacher Hitze andünsten. Brühe hinzugeben und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und ca. 20 Minuten köcheln lassen.

4. Währenddessen Maronen grob hacken. 1 TL Butter in einer Pfanne schmelzen lassen, Zucker hinzugeben und ca. 2 Minuten karamellisieren lassen. Maronen auf einem Teller beiseitelegen.

5. Sahne zur Suppe geben, fein pürieren und Selleriescheiben hinzugeben, 5 Minuten ziehen lassen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

6. Suppe mit den Maronen anrichten und mit Sellerieblättchen garnieren.

Auch Birnen haben gerade Saison und schmecken nicht nur pur, sondern auch wunderbar auf unserem Flammkuchen.

Flammkuchen mit Birne, Schafskäse und Feldsalat

Traditionell gehört auf einen Flammkuchen „Elsässer Art“ Speck und Zwiebeln. Doch auch diese herbstliche Variante schmeckt dank süßen Birnen und würzigem Schafskäse wunderbar und ist super schnell zubereitet. Dazu passt: frischer Federweißer.

Für 4 Personen:

- 175 g Schmand

- Salz

- Pfeffer

- 1 Packung frischer Flammkuchenteig (Kühlregal REWE)

- 1 Birne

- 100 g Schafskäse

- 50 g Feldsalat

- 1 Frühlingszwiebel

1. Flammkuchenteig direkt auf dem Backpapier ausrollen.

2. Schmand mit Salz und Pfeffer glattrühren und auf dem Flammkuchenteig verteilen.

3. Schafskäse zerbröseln und auf dem Flammkuchen verteilen.

4. Birnen vierteln, Kerngehäuse entfernen, in Spalten schneiden und auf dem Flammkuchen verteilen.

5. Flammkuchen 12–15 Minuten im vorgeheizten Ofen backen (E-Herd: 225 °C/ Umluft: 200 °C).

6. Währenddessen Feldsalat waschen, Frühlingszwiebel in feine Scheiben schneiden.

7. Den fertigen Flammkuchen mit Feldsalat und Frühlingszwiebeln garnieren und genießen.

Wer nicht selber im Wald auf Pilzsuche gehen möchte, findet eine große Auswahl bei unserem REWE oder Bio Company

(Wald-)Pilzpfanne mit Spätzle

Für 4 Personen:

- 400 g Pilze (nach Geschmack, z.B. Champignons, Pfifferlinge, …)

- 2 Zwiebeln

- 1 Bund Petersilie

- 150 g Schinkenwürfel

- 500 g Spätzle

- Salz, Paprikapulver (Edelsüß), Pfeffer

- 2 EL Öl

- 1 EL Butter

- 1 EL Mehl

- 200 g Schlagsahne

1. Pilze putzen (bürsten nicht waschen) und je nach Größe evtl. halbieren oder würfeln. Zwiebel schälen und fein würfeln. Petersilie waschen, Blättchen abzupfen und fein hacken.

2. Spätzle in Salzwasser nach Packungsanweisung garen.

3. 1 EL Öl in großer Pfanne erhitzen, Speck darin anbraten und auf separaten Teller beiseitestellen.

4. 1 EL Öl und Butter im Bratfett erhitzen, Pilze und Zwiebeln hinzugeben und 10 Minuten braten. Mit Salz und Paprika würzen und mit Mehl anschwitzen.

5. Mit Sahne und etwas Wasser ablöschen, aufkochen und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Speck hinzugeben und erhitzen. Spätzle abgießen, abtropfen lassen und dazugeben. Petersilie unterrühren und anrichten.

Das Fruchtfleisch des Spaghettikürbis zieht Fäden, die an Pasta erinnern

Spaghettikürbis mit Parmesan

Hokkaido ist der Klassiker unter den Kürbissen. Zeit also, sich einem unbekannteren Vertreter dieser Gattung zu widmen – dem Spaghettikürbis. Der Name kommt vom Fruchtfleisch, das richtig zubereitet an Pasta erinnert. Mit würzigem Parmesan wird daraus ein Gericht, was besonders an ungemütlichen Herbsttagen schmeckt.

Für 4 Personen:

- 2 mittelgroße Spaghettikürbisse

- 200 g Butter

- 6 TL gemischte Kräuter (Kräuter der Provence, Schnittlauch, Oregano)

- 2 Knoblauchzehen

- 2 große Zwiebeln

- 2 TL Zitronensaft

- 100 g Parmesan

- Salz

-Pfeffer

1. Ofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen.

2. Kürbisse halbieren und mit der Schnittfläche nach unten auf ein Blech legen. Etwas kaltes Wasser dazugeben und für ca. 40 Minuten backen.

3. Zwiebeln, Knoblauch und Kräuter fein hacken und mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Butter vermischen.

4. Den Kürbis aus dem Ofen nehmen und Kerne entfernen. Fruchtfleisch mit der Gabel lösen und etwas von der Kräuter-Zwiebel-Buttermischung hinzugeben. Mit Parmesan bestreuen und direkt im Kürbis servieren.

Erst das Garen im Ofen macht die Quitten genießbar

Ofenquitten mit Schlag

Rohe Quitten sind hart, sauer und quasi ungenießbar. Mit ein paar Kniffen wird aus den Früchten jedoch ein leckerer Nachtisch, der im Handumdrehen zubereitet ist.

Für 4 Personen:

- 500 g Quitten

- 150 g Schlagsahne

- Zucker

- Zimt

1. Ofen auf 150 °C (Umluft) vorheizen.

2. Quitten waschen, vierteln und Kerngehäuse entfernen. Die Quitten in eine ofenfeste Auflaufform geben und 15-20 Minuten im Ofen garen. Währenddessen die Sahne mit einem Handmixer steif schlagen.

3. Zimt und Zucker vermischen.

4. Mit einer Gabel prüfen, ob die Quitten weich sind. Aus dem Ofen nehmen, mit Zimt und Zucker bestreuen und mit einem Klecks Sahne anrichten. Guten Appetit.

17.10.2019

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