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Gut gegrillt, Löwe

7 Tipps fürs Grillvergnügen

Die Sonne im Gesicht, die Kohlen im Grill und ein kühles Getränk in der Hand – so muss der Sommer aussehen. Während unsere Urahnen Fleisch über Feuer geröstet haben, um es genießbar zu machen, ist Grillen heutzutage eine wahre Wissenschaft geworden. Wir erklären, welcher der ideale Grill für dich ist, woran du richtig gutes Fleisch erkennst und wie auch Vegetarierer auf ihre Kosten kommen.

Elektrogrills sind sauber, haben eine geringere Rauchentwicklung und machen konventionellen Kohlegrills mittlerweile mächtig Konkurrenz.

Der richtige Grill

Zugegeben, Feuerfetischisten schwören auf Rauch und werden wahrscheinlich niemals über etwas anderem als Kohle grillen. Doch auch wenn das charakteristische, rauchige Aroma des Kohlegrills fehlt, haben auch Elektrogrills gewisse Vorzüge. Das größte Plus ist sicherlich die geringe Rauchentwicklung, weshalb Elektrogrills auch für Innenräume geeignet sind. Zudem geht die Reinigung leichter von der Hand: Fett wird meist in einer Ablaufwanne gesammelt und bei vielen Modellen lassen sich die beschichteten Grillplatten herausnehmen und separat spülen. Außerdem muss hier keine Kohle durchglühen, bevor das Grillgut aufgelegt werden kann. Los geht‘s, sobald der Stecker eingesteckt ist. Hier liegt aber auch die größte Schwäche des „Elektrofeuers“ – gegrillt werden kann nur, wo eine Steckdose in der Nähe ist. Spontane Grillausflüge in den Park entfallen somit. Dennoch, Elektrogrills erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Das weiß auch unser Experte:

„Der Trend geht eindeutig weg vom Kohle- und hin zum Elektrogrill. Die Rauchentwicklung ist geringer, dadurch eignen sich solche Grills auch besser für den Balkon. Ich empfehle eigentlich immer den Tefal OptiGrill. Da gibt es verschiedene Varianten und alle nötigen Einstellungen. Man kann sogar angeben, was gegrillt wird und der Grill misst automatisch die Dicke des Grillguts und zeigt an, wann der optimale Garzeitpunkt erreicht ist.“
Karsten Stern Promoter Gruppe SEB – im Einsatz für MediaMarkt

Gutes Fleisch muss nicht zwingend Bio sein. Wer besonderen Wert auf das Tierwohl legt, sollte unserem Bio Company einen Besuch abstatten.

Woran erkenne ich gutes Fleisch?

Um eine Sache vorweg zunehmen: Geschmacklich kann sowohl konventionelles, als auch Bio-Fleisch gut sein. Neben der Haltung sind auch die Schlachtung und Reifung relevant. Hier gibt es Unterschiede: Während Rindfleisch mindestens 14 Tage kontrolliert lagern, also abhängen sollte, muss Geflügel möglichst frisch verarbeitet werden. War das Tier bei der Schlachtung Stress ausgesetzt, schmeckt das Fleisch trocken und zäh. Egal ob Pute, Rind, Schwein oder Lamm – einige Qualitätskriterien gelten für alle Sorten. Die Oberfläche sollte glatt und trocken sein und das Fleisch sollte frisch riechen. Weiterhin kann die Farbe ein Indikator für Frische sein. Frisches Geflügel ist blassrosa und weißt keine Druckstellen auf. Schwein sollte zartrosa sein und gutes Rindfleisch ist dunkelrot. Wer neben gutem Geschmack besonderen Wert auf die Haltungsbedingungen legt, sollte unserem Bio Company einen Besuch abstatten:

„Wir haben insgesamt sieben Sorten Bratwurst und auch eine große Auswahl an Frischfleisch – natürlich alles in Bio-Qualität. Bis auf das Geflügel kommt unser Fleisch von der Bio Manufaktur Havelland aus Verden, Brandenburg. Das ist zwar nicht Berlin, aber so nah wie möglich. Wer mag, kann sich sogar vor Ort von der artgerechten Haltung überzeugen. Mein Favorit sind die Lamm-Chops, wobei Lamm eher einen kräftigen Eigengeschmack hat, das mag nicht jeder.“
Lisa Bio Company

Mit einem Bratenthermometer lässt sich der ideale Garzeitpunkt auf den Punkt bestimmen

Auf den Punkt – so wird dein Steak perfekt

Ein gutes Steak sollte saftig, zart und innen noch ein klein wenig rosa sein. Damit der Leckerbissen perfekt wird, ist nicht nur die Fleischqualität entscheidend, sondern auch die Zubereitungsart. Für ein optimales Ergebnis muss das Fleisch erst Zimmertemperatur annehmen. Nimm es also zirka 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank und tupfe es trocken. Scharfes Anbraten ist wichtig, damit Röstaromen entstehen, sich die Poren schließen und das Steak saftig bleibt. Elektro- und Gasgrills sollten darum 10–20 Minuten vorheizen. Kohlegrills sind bereit, wenn die Kohlen mit einer feinen weißen Schicht überzogen sind. Brate das Steak nun scharf von allen Seiten kurz an. Damit nichts anbrennt, sollte der Grillrost mit einem hitzebeständigen Fett, wie Rapsöl oder Butterschmalz bestrichen werden. Der gewünschte Garzeitpunkt lässt sich am besten mit einem Bratenthermometer bestimmen. Bei einer Kerntemperatur von 55 °C ist das Steak „Rare“, 57 °C bedeuten „Medium“ und bei 60 °C ist das Fleisch „Well done“, also gut durch. Ist die gewünschte Garstufe erreicht, sollte das Steak noch einige Minuten bei niedriger Temperatur ruhen, damit sich die Säfte optimal verteilen können. Ideal ist hier eine Grillplatte mit niedriger Temperatur oder – im Falle eines Kohlegrills – eine weniger heiße Zone auf dem Rost neben den heißen Kohlen. Gewürzt wird übrigens ganz zum Schluss und zwar nur mit Salz und Pfeffer. Vor allem Letzterer könnte beim scharfen Anbraten nämlich verbrennen. Wir wünschen guten Appetit.

Grundlage für eine gute Marinade ist ein hitzebeständiges Öl – zum Beispiel Avocado-, Raps- oder Erdnussöl

So gelingt die ideale Marinade

Richtige Grillmeister machen sogar die Marinade selbst, heißt es. Worauf es hier ankommt, erklärt unsere Fachfrau:

„Die perfekte Marinade besteht aus einem hitzebeständigen Öl, zum Beispiel Avocado-Öl, Kräutern nach Geschmack, etwas Säure, wie Essig oder Zitrone und ein bisschen Süße, zum Beispiel aus Zucker oder Honig. Das eingelegte Grillgut lässt man am besten über Nacht in der Marinade ziehen, damit es den Geschmack aufnehmen kann. Mein Zusatztipp: Unsere Grill-Feuerkräuter. Die werden direkt in die Glut geworfen und aromatisieren Fleisch und Gemüse.“
Yasmin Violas‘

Wie beim Steak gilt auch bei mariniertem Grillgut: Gekühltes Fleisch sollte nicht direkt auf den Grill. Unterscheidet sich die Kerntemperatur zu sehr von der Grilltemperatur kann ein unappetitlicher trockener Rand entstehen. Ideal zum marinieren sind Schwein und Geflügel. Bei Rindfleisch sollte eher sparsam mit Gewürzen umgegangen werden, um den Eigengeschmack nicht zu überdecken. In Sachen Marinade darf gerne experimentiert werden. So geben Chili, Knoblauch, Ingwer, Honig und Zitronengras dem Grillgut beispielsweise eine asiatische Note. Aber auch Curry, Rosmarin, Thymian oder Zwiebeln eignen sich wunderbar für Marinaden. Feinste Gewürze und perfekt abgestimmte Mischungen für jegliches Grillgut findest du bei unserem Violas‘.

Pilze, Zucchini, Mais und viele anderen Gemüsesorten sind eine hervorragende Alternative zu Fleisch und Wurst

Alles was das Veggie-Herz begehrt

Genug der Fleischeslust! Denn nicht nur Rind, Pute und Co. machen auf dem Grill eine gute Figur – auch Gemüse, Käse und sogar Obst lässt sich wunderbar auf dem Grill zubereiten. Wer Gemüse grillen möchte, sollte auf wasserarme Sorten setzen. Ideal sind zum Beispiel Paprika, grüner Spargel, Champignons, Aubergine, Mais oder Kartoffeln. In der Zubereitung gibt es jedoch Unterschiede. Bei Paprika wird einfach das Kerngehäuse entfernt, die Schotenstücke mit Öl oder Butter eingepinselt und kurz auf beiden Seiten gegrillt. Mais und Kartoffeln sollten unbedingt in Salzwasser vorgekocht werden. Während die Maiskolben direkt auf den Rost kommen, garen Kartoffeln am besten in Alufolie durch. Auch Spargel kann direkt auf dem Rost gegrillt werden. Dazu werden die holzigen Enden einfach abgeschnitten, die Stangen mit Öl bepinselt und ungefähr 10 Minuten gegrillt. Champignons, Paprika und Zuccini lassen sich übrigens auch wunderbar marinieren. Profi-Tipp: Gemüse am Spieß macht nicht nur optisch was her, sondern lässt sich auch besser wenden und wird so gleichmäßig braun. Doch Grillen muss nicht immer deftig sein! Sogar Obst, wie Ananas oder Wassermelone lässt sich als süßer Nachtisch direkt auf dem Rost zubereiten:

„Mein Geheimtipp für einen Nachtisch vom Grill: Ananas mit Rum und braunem Zucker und dann eine Kugel Vanilleeis dazu.“
Karsten Stern Promoter Gruppe SEB – im Einsatz für MediaMarkt

Wer es scharf mag, wird mit den Chilisaucen von Violas‘ glücklich. Doch auch andere Saucen runden Grillgut perfekt ab.

Spice it up – Saucen für Grillmeister

Zugegeben, manche Dinge vom Grill brauchen keine Sauce um den Geschmack vollends zu entfalten. Das gilt jedoch nicht für alles. Egal ob aus dem Laden oder selbst gemacht – manche Gerichte werden erst durch die Sauce richtig rund. Der Klassiker auf jeder Grillparty ist sicherlich Tomatenketchup. Der fruchtig-süße Geschmack ist die optimale Ergänzung zu Würstchen und kann nach Belieben verfeinert werden, zum Beispiel sind Currypulver oder rauchige Barbecue-Sauce die ideale Ergänzung zu (Schweine-)Steaks. Für den kräftigen Geschmack sorgen Gewürze wie Paprikapulver, Worcestershiresauce, Zucker und ein Schuss Whiskey – Hauptsache schön rauchig! Ebenfalls super lecker und sogar im Handumdrehen selbstgemacht ist eine Honig-Senf-Sauce. Neben den beiden Zutaten im Namen kommt lediglich Dill und eine Prise Salz dazu. Klingt nicht nur lecker, ist es auch – besonders zu Fisch, Garnelen oder frischem Baguette. Auch eine Aioli ist schnell gezaubert: Hierzu wird lediglich ein Eigelb mit Knoblauch, einer Prise Salz und etwas Öl verrührt. Egal, was für dich zum Grillen dazugehört, ein paar Dinge gelten für alle Saucen:

- Frische Kräuter und gemörserte Gewürze verleihen Saucen ein besonderes Aroma.

- Saucen niemals direkt aus dem Kühlschrank servieren! Erst mit Raumtemperatur entfalten sie ihr volles Aroma.

- Zu viel Hitze ist allerdings auch nicht gut. Saucen sollten darum niemals direkt neben dem Grill oder in der prallen Sonne stehen.

Wenn es doch mal zu viel war, kann ein Bitterelixier Linderung verschaffen

Schluss mit Völlegefühl

Wer kennt es nicht: Die Augen waren wieder größer als der Magen und die Gerichte vom Grill haben einfach zu gut geschmeckt. Mit der Sättigung kommt allerdings auch das Völlegefühl. Die Folge: Sodbrennen, Magenschmerzen und Blähungen. Doch auch dagegen ist ein Kraut gewachsen:

„War es dann doch mal zu viel, hilft ein Magenelixier gegen das Völlegefühl. Praktisch für unterwegs sind die kleinen Portionen „Galleelixier Kräuterbitter“ von Salus. Größer und eher für daheim ist „Bittrio“ von Herbaria.“
Frau Kersten Reformhaus VITALIA

Egal ob „Kräuterbitter“ oder „Bittrio“, beide Mittel enthalten natürliche Bitterstoffe aus Artischocke, Löwenzahn, Enzian und Kurkuma und unterstützen Magen- und Darmflora. So ist das unangenehme Völlegefühl nach dem Grillgelage im Nu passé!

Wir wünschen einen schönen Sommer, viel Spaß beim Grillen und guten Appetit!

30.04.2019

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